Start: 04. März 2017 - Dieser Zertifikatskurs vermittelt praktische, wissenschaftlich abgesicherte Methoden für konstruktives Konfliktmanagement: (1) das präventive Umgehen mit schwierigen Situationen und (2) das Sichern von tragfähigen Beziehungen in oder nach einem Konflikt.

Kurskonzept

Dieser Zertifikatskurs vermittelt praktische, wissenschaftlich abgesicherte Methoden für konstruktives Konfliktmanagement: (1) das präventive Umgehen mit schwierigen Situationen und (2) das Sichern von tragfähigen Beziehungen in oder nach einem Konflikt. Wobei „transkulturell“ national und ethnisch, aber genauso auch organisatorisch, fachlich oder sozial verstanden wird. 

In diesem Kurs soll Methodenkompetenz für Konfliktprävention und –mediation unter Berücksichtigung transkultureller Kompetenzen erworben werden. 

Der Kurs ist in drei Blöcke aufgeteilt: Selbstkompetenz in der Konfliktbearbeitung, konstruktive Kommunikationsmethoden & Konfliktprävention, Transkulturelle Mediation: Phasenmodell und kulturelle Rahmenbedingungen.

Im ersten Block entwickeln die Studierenden durch TA und andere Methoden ein grundlegendes Verständnis für den Ablauf von Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Kommunizieren in schwierigen Situationen. Ein Fokus liegt auf der systemischen Sicht und dem Nutzen der persönlichen Ressourcen.

Auf dieser Grundlage erfolgt im zweiten Block ein intensives Training von Kommunikationstechniken aus GFK und Harvard in der Konfliktbearbeitung. „Kultur“ dient hierbei als Lupe, um Einflussfaktoren, die unter der Oberfläche liegen, zu verstehen und zu nutzen. Diese Einheiten konzentrieren sich auf praktische Handlungskompetenzen, um sich androhende Konflikte präventiv aufzufangen und in kooperativer Weise weiterarbeiten zu können.

Ab dem dritten Block bearbeiten die Teilnehmenden „kalte“ und „heisse“ Konflikte in und zwischen beteiligten und betroffenen Personen. Die Studierenden werden ins Phasenmodell der Mediation eingeführt und lernen die Charakteristika und Kommunikationsmethoden der einzelnen Phase kennen.  Dabei werden die allgemeinen und transkulturellen Methoden der beiden ersten Blöcke als Ressourcen aktiviert. Die mediative Kompetenz und Haltung wird anhand von Praxisfällen schrittweise aufgebaut und reflektiert. Die praktische Konfliktbearbeitung wird über die persönlichen Aspekte hinaus in diversen kulturellen und beruflichen Kontexten vertieft. Settings der Mediation, die Rolle eines Mediators und die Art der Konfliktlösung werden auf kulturelle Aspekte hin geprüft.  

Die Dozierenden sind anerkannte Mediatoren, Kommunikationswissenschaftler und Berater. Es werden internatio¬nal anerkannte Modelle und Methoden vermittelt. 

Damit können die Teilnehmenden mit dieser Weiterbildung: 

  • ein Modul des MAS Transkulturelle Kommunikation & Management absolvieren;

  • ein eigenständiges Certificate of Advanced Studies (CAS) erwerben; 

  • zusammen mit dem optionalen CAS Vertiefung Mediation und dem optionalen Modul „Transfer Mediation“ die Anerkennung des Schweizerischen Dachverbands Mediation mit dem Berufstitel „Mediatorin/Mediator“ erhalten.

Lernziele

  • die Möglichkeiten unterschiedlicher Kommunikationsmethoden (Dialog, Moderation, Gesprächs- und Verhandlungsführung etc.) in zwischenmenschlich, organisatorisch und kulturell schwierigen Situationen anwenden,

  • umfassende Handlungskompetenzen für die konstruktive Steuerung von Kommunikation und Interaktion sozialen, organisatorischen und interkulturellen Zusammenhängen aufbauen,

  • die Auslöser und Dynamik von Konflikten verstehen und positiv bearbeiten,

  • durch ausgewiesene Experten und anhand von realen Beispielen die praktischen Anwendungen konfliktpräventiver und konfliktlösender Kommunikation und Mediation erlernen,

  • die Phasen und Techniken der Mediationsmethode beherrschen,

  • die Mediationsmethode in interkulturellen privaten und beruflichen Konfliktsituationen anwenden sowie die eigene Kommunikationspersönlichkeit und Mediationshaltung in konkreten Kooperations-, Beratungs- oder Führungssituationen reflektieren und festigen.

Zielgruppe

Dieser Zertifikatskurs richtet sich an an Personen, die beruflich oder privat in schwierigen Situationen zwischen Parteien mit unterschiedlichen Hintergründen vermitteln und dabei systemische, kulturübergreifende Methoden anwenden und mit ihren eigenen persönlichen Stärken verbinden wollen. (Siehe Teilnehmerfeedback hierzu) Dies können angehende MediatorInnen sein ebenso wie Kader oder andere Personen, die diese Fähigkeiten im Rahmen ihrer Organisation oder ihres Berufs mit schwierigen Gespächssituationen und Gesprächspartern aus unterschiedlichen (nationalen, ethnischen, organisatorischen, fachlichen oder sozialen) Kulturen konfrontiert sind. Für die nachhaltige Lösung solche Situationen suchen sie Strategien und Techniken, mit denen sie auch tiefe Einflussfaktoren und verdeckte Ressourcen aktivieren können.

Inhalte

Einführung (1 Tag)

Kurskonzept, Kommunikationsmodelle, allgemeine & transkulturelle Psychologie der Kommunikation & Intervention

Themenblock 1: Selbstkompetenz in der Konfliktbearbeitung (3 Tage)

1 - Gewaltfreie Kommunikation

2 - Eigene Konfliktmuster verstehen, Wahrnehmung/eigene Filter (1): Wahrnehmungsmodalitäten, Sprachmuster,

3 - Wahrnehmung/eigene Filter (2): Regeln & Werte, Umgang mit Unsicherheit (Ankern)

4 - Konflikttheorien, Selbstkompetenz und Haltung in der Konfliktbearbeitung

Themenblock 2: Konstruktive Kommunikationsmethoden & Konfliktprävention (3 Tage)

1 - Transkulturelle Kommunikation
Zusammenhang von Fakten, Persönlichkeit, Beziehung & Handeln; kulturelle Unterschiede als potentielle Probleme & Ressourcen; transkulturelle Authentizität & Sensibilität

2 - Wertebasierte Interaktion
Transaktionsanalyse, Erwartungen & Widerstände in sich selbst & anderen verstehen, konstruktives Arbeiten mit Wertekonflikten, schwierige Gespräche vorbereiten & führen, systemische Fragetechniken

3 - Integration & Transfer
Leistungsnachweis Critical Incident;. Überblick über den Mediationsprozess, Rolle der MediatorIn, Abgrenzung zu anderen Konfliktregelungsverfahren.

Themenblock 3: Transkulturelle Mediation: Phasenmodell und kulturelle Rahmenbedingungen (8 Tage)

1 - Einführung in die Mediation im familiären Kontext I
das Phasenmodell; mediative Haltung & Selbstkompetenz in der Konfliktbearbeitung.

2 - Einführung in die Mediation im familiären Kontext II
Üben des gesamten Mediationsprozesses. Berufsregeln der Mediation.

3 - Mediation im beruflichen Kontext I + II
Mediation in Organisationen, Konfliktbearbeitung in und zwischen Teams unter Berücksichtigung kultureller Faktoren

4 - Mediation im interkulturellen Kontext
Ethische und kulturelle Aspekte der Mediation. Transkulturelle Anwendung der Kommunikations- und Interventionstechniken im Mediationsprozess

5 - Ho’oponopono
Polynesische Konfliktlösung und deren Systemische Übersetzung in die westliche Mediationspraxis

6 - Einführung in die Supervision
Leiten des Mediationsprozesses, Interventionen, mediative Haltung

7 - Dominoprüfung
Anwendung der präventiven und mediativen Methoden auf praktische Fälle

Kursaufbau

Zeitraum: März - Juni

Der Kurs besteht aus 15 Kurstagen zu je 8 Lektionen plus Online Lektionen, sowie einem Selbststudiumsanteil und einer Projektarbeit. Die Studienleistungen entsprechen 20 ECTS.

Studiengebühren

Der CAS "Transkulturelle Kommunikationsmethoden & Mediation" kann auch im Rahmen einer Mediator/-innen-Ausbildung belegt werden. In Kombination mit dem "Vertiefungskurs Mediation" und dem "Transfer Mediation" führt dies durch den Schweizerischen Dachverband Mediation SDM-FSM zur Anerkennung als "Mediator/-in SDM-FSM".

Bestellen Sie unverbindlich den Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit den Kursdaten. Gerne stehen wir Ihnen auch persönlich für Fragen oder ein Beratungsgespräch zur Verfügung, Sie erreichen uns unter 041/211 04 73 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Internationale Akkreditierung

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Infoabend Donnerstag, 25. August in Zürich

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