Dieser Zertifikatskurs vermittelt wissenschaftliche Modelle und professionelle Methoden für zwei zentrale Situationen des menschlichen, v. a. transkulturellen Zusammenlebens: (1) das Entwickeln von gemeinsamen Lebens- und Kooperationsfundamenten auch bei schwierigen Voraussetzungen und (2) das Wiederaufbauen von konstruktiven Beziehungen in oder nach einem Konflikt.
Dieser Zertifikatskurs vermittelt praktische, wissenschaftlich abgesicherte Methoden für konstruktives Konfliktmanagement: (1) das präventive Umgehen mit schwierigen Situationen und (2) das Sichern von tragfähigen Beziehungen in oder nach einem Konflikt. Wobei „transkulturell“ national und ethnisch, aber genauso auch organisatorisch, fachlich oder sozial verstanden wird.
Es werden vier Themenblöcke bearbeitet.
Im ersten Block entwickeln die Studierenden durch NLP und TA ein grundlegendes Verständnis für den Ablauf von Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Kommunizieren in schwierigen Situationen. Ein Fokus liegt auf der systemischen Sicht und dem Nutzen der persönlichen Ressourcen. Auf dieser Grundlage erfolgt ein intensives Training von Kommunikationstechniken aus GFK und Harvard in der Konfliktbearbeitung. „Kultur“ dient hierbei als Lupe, um Einflussfaktoren, die unter der Oberfläche liegen, zu verstehen und zu nutzen. Diese Einheiten konzentrieren sich auf praktische Handlungskompetenzen, um sich androhende Konflikte präventiv aufzufangen und in kooperativer Weise weiterarbeiten zu können.
Ab dem dritten Block bearbeiten die Teilnehmenden „heisse“ Konflikte in und zwischen beteiligten und betroffenen Personen. Die Studierenden werden ins Phasenmodell der Mediation eingeführt und lernen die Charakteristika und Kommunikationsmethoden der einzelnen Phase kennen. Dabei werden die allgemeinen und transkulturellen Methoden der beiden ersten Blöcke als Ressourcen aktiviert. Die mediative Kompetenz und Haltung wird anhand von Praxisfällen schrittweise aufgebaut und reflektiert.
In der vierten Einheit wird die praktische Konfliktbearbeitung über die persönlichen Aspekte hinaus in diversen kulturellen und organisatorischen Kontexten vertieft. Dabei werden unterschiedliche Kulturmodelle, dynamische Beziehungen und Fernwirkungen berücksichtigt. Settings der Mediation, die Rolle eines Mediators und die Art der Konfliktlösung werden auf kulturelle Aspekte hin geprüft.
Die Dozierenden sind anerkannte Mediatoren, Kommunikationswissenschaftler und Berater. Es werden international anerkannte Modelle und Methoden vermittelt.
Damit können die Teilnehmenden mit dieser Weiterbildung:
Dieser Zertifikatskurs richtet sich an an Personen, die beruflich oder privat in schwierigen Situationen zwischen Parteien mit unterschiedlichen Hintergründen vermitteln und dabei systemische, kulturübergreifende Methoden anwenden und mit ihren eigenen persönlichen Stärken verbinden wollen. (Siehe Teilnehmerfeedback hierzu) Dies können angehende MediatorInnen sein ebenso wie Kader oder andere Personen, die diese Fähigkeiten im Rahmen ihrer Organisation oder ihres Berufs mit schwierigen Gespächssituationen und Gesprächspartern aus unterschiedlichen (nationalen, ethnischen, organisatorischen, fachlichen oder sozialen) Kulturen konfrontiert sind. Für die nachhaltige Lösung solche Situationen suchen sie Strategien und Techniken, mit denen sie auch tiefe Einflussfaktoren und verdeckte Ressourcen aktivieren können.
Kick Off
Kurskonzept, Kommunikationsmodelle, allgemeine & transkulturelle Psychologie der Kommunikation & Intervention, Konflikttheorien
Themenblock 1: Konstruktive Kommunikationsmethoden & Konfliktprävention (5 Tage)
1 - Neurolinguistische Programmierung
Wahrnehmungsmodalitäten, Sprachmuster, Regeln & Werte, Umgang mit Unsicherheit (Ankern)
2 - Transaktionsanalyse
Grundlegende Modelle & Methoden für Kommunikation & Interaktion in schwierigen Situationen
3 - Win/Win-Gesprächsführung (Harvard-Modell)
Menschliche & sachliche Interessen wahren, kreative Lösungsoptionen entwickeln & vereinbaren, Prinzipien setzen.
4 - Gewaltfreie Kommunikation
Wertfrei beobachten, mit Bedürfnissen arbeiten, Potenziale & Strategien finden, Wolfs- und Giraffensprache
Themenblock 2: Selbstkompetenz in der Konfliktbearbeitung (4 Tage)
1 - Einführung in Konfliktregelungsverfahren & Mediation; Definitionen & Anwendungsfelder; Übungs- & Reflexionsprojeke
2 - Strategischer Umgang mit „Freunden“ und „Feinden“: Vorurteile, Konfliktstile; Konfliktmuster, Selbstkompetenz in der Konfliktbearbeitung; Intervision
3 - Eskalation und De-Eskalationsstrategien, Interventions- und Gesprächstechniken (Spiegeln, Aktives Zuhören, Reframing etc.) in interkulturellen Konflikten
4 -Intensives Methodentraining, Intervision von eigenen „Projekten“
Themenblock 3: Transkulturelles Mediation: Phasenmodell und kulturelle Rahmenbedingungen (7 Tage)
1 - Integration & Transfer: Leistungsnachweis Critical Incident; Einführung in Phasen. Rolle der MediatorIn, Abgrenzung zu anderen Konfliktregelungsverfahren. Berufsregeln der Mediation.
2 - Methodik der Gestaltung des Mediationsprozesses. Üben der Phasen Prä-Mediation & Eröffnungsphase. Rahmenbedingungen der Mediation unter Berücksichtigung transkultureller Aspekte
3 - Ethische und kulturelle Aspekte der Mediation. Phasen der Konfliktdarstellung & Konflikterhellung unter Berücksichtigung transkultureller Aspekte
4 - Mediative Haltung & Selbstkompetenz in der beruflichen Konfliktbearbeitung; Üben der Phasen Optionen/Lösungen und Vereinbarung aushandeln, auch unter Berücksichtigung transkultureller Aspekte
5 - Supervision des Mediationsprozesses: Haltungen, Anwendungen und Methoden
6 - Anwendung der Kommunikations- und Interventionstechniken in einzelnen Mediationsphasen unter Berücksichtigung transkultureller Aspekte
7 - Umgang mit religiösen Aspekten in interkulturellen Konflikten
8 - Dominoprüfung: Anwendung der präventiven und mediativen Methoden auf praktische Fälle
Zeitraum: März - Juli
Der Kurs besteht aus 16 Kurstagen zu je 8 Lektionen plus Online Lektionen, sowie einem Selbststudiumsanteil und einer Projektarbeit. Die Studienleistungen entsprechen 15 ECTS.
Der CAS "Transkulturelle Kommunikationsmethoden & Mediation" kann auch im Rahmen einer Mediator/-innen-Ausbildung belegt werden. In Kombination mit dem "Vertiefungskurs Mediation" führt dies durch den Schweizerischen Dachverband Mediation SDM-FSM zur Anerkennung als "Mediator/-in SDM-FSM".
Bestellen Sie unverbindlich den Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. mit den Kursdaten. Gerne stehen wir Ihnen auch persönlich für Fragen oder ein Beratungsgespräch zur Verfügung, Sie erreichen uns unter 041/211 04 73 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .